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Verwandtschaftsbeziehung ArtikelEine Verwandtschaftsbeziehung drückt die Art der Verwandtschaft von Personen aus. In den verschiedenen Kulturen haben sich hierfür mehr oder weniger komplexe Schemata entwickelt, gekennzeichnet durch eigene sprachliche Nennungen für den jeweiligen Verwandtschaftstyp.
Buch-Tipp: Der tödliche Rasierspiegel. Wie man lästige Verwandte los wird Bittrich kann es besser Bittrich schreibt in 31 kurzen Geschichten über mehr oder minder geschickte Morde durch Verwandte und Bekannte. Wie bei Columbo weiß man von Anfang an, dass die Hauptperson stirbt - es geht ca. noch um die Frage wie und warum. Die Geschichten sind flüssig und heiter geschrieben - aber nachdem Buch "Der Osterkomplott"... Nennungen für familiäre Beziehungen | |
Bei der Angabe der Verwandschafts- und Blutverwandtschaftsgrade wird in dem Folgenden davon ausgegangen, dass es keine Zeugung oder Heirat zwischen bereits Verwandten gib.
Buch-Tipp: Der tödliche Rasierspiegel. Wie man lästige Verwandte loswird. Böse Geschichten Unterhaltsame schwarze Kurzgeschichten Dietmar Bittrich schuf mit diesem Buch eine amüsante Lektüre für Freunde schwarzen Humors, die jedoch eher leicht unterhalten, als dass sie einem kalte Schauer über den Rücken jagen. Ausnahmen sind die herrlichen Geschichten „Ein Platz zu dem Schlafen" und „Ohne gültigen Fahrausweis", wo die Morde... |
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Die Eltern sind die direkten Vorfahren einer Person. Jede Person hat zwei Eltern. Das männliche Elternteil wird als Vater, das weibliche als Mutter genannt. Die Eltern sind Verwandte ersten Grades, zu ihnen besteht ebenfalls eine Blutsverwandtschaft ersten Grades. Das heißt, mit jedem Elternteil hat die Person einen Chromosomensatz gemein.
Umgangssprachliche Namen für den Vater sind Papa, Papi und Vati, für die Mutter Mama, Mami und Mutti.
Ist die Person minderjährig, dann sind die Eltern normalerweise die Gesetzlichen Vertreter
Umgangssprachlich wird der Begriff "Eltern" ca. in der Pluralform benutzt. In der Biologie, insbesondere in der Genetik, spricht man aber auch in der Einzahl von einem Elter, unabhängig davon, ob es sich um getrenntgeschlechtliche oder zwittrige Lebewesen handelt.
Buch-Tipp: Die lieben Katzen und andere Verwandte. Offensichtlich wurden unsere Katzen und wir beobachtet. . . Keiner hätte besser beschreiben können, was sich abspielt, bevor Katzen in das Haus kommen und was man für "Sklavendienste" auf sich nimmt, wenn die lieben Lieben dann erst mal da sind. . . Uns kam es beim Lesen vor, als wären wir heimlich beobachtet und belauscht worden! Ein... |
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Der Ehepartner ist die angeheiratete Person (siehe Ehe). In einer Monogamie hat eine Person maximal einen Ehepartner, in einer Polygamie mehrere. Ist der Ehepartner männlich, wird er als Ehemann genannt, ist er weiblich als Ehefrau. Ehepartner sind Verwandte ersten Grades, zu ihnen besteht in dem Allgemeinen aber keine Blutsverwandtschaft und daher auch keine Verwandtschaft in dem rechtlichen Sinne (siehe: Verwandtschaft (Recht)).
Etwas älter sind die Begriffe Ehegatte für Ehemann und Ehegattin für Ehefrau.
Buch-Tipp: Erotik pur mit Flirt-Faktor. Worte der Woche und Verwandtes. Lesenswerte Sammlung Dieses Taschenbuch versammelt Beiträge aus der Zeit, der Frankfurter Rundschau und aus anderen Quellen. Es sind sprachkritische Glossen, die sich, vor allem wenn sie von Henscheid stammen, sehr erheiternd lesen lassen. Die Beiträge des Co-Autors lesen sich leider nicht so angenehm, zumal man ihnen die Beschäftigung Schmitts... |
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Die Kinder sind die direkten Nachkommen einer Person. Ein männliches Kind wird als Sohn, ein weibliches als Tochter genannt. Zu den Kindern besteht eine Verwandtschaft und Blutsverwandtschaft ersten Grades.
Buch-Tipp: Falsche Verwandte Falsche Verwandte oder 'About Bösendorfer' Das Psychogramm einer Isolation, dargestellt am Fall des Bürgers Bösendorfer, Historiker, Hochschullehrer, und nach eigener Einschätzung eine Koryphäe als Wissenschaftler . . . und die Introversion, die sich unkontrolliert und nahtlos zu dem völligen Realitätsverlust und Wahnsinn entwickelt, eine Grenzauflösung... |
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Geschwister sind weitere Kinder der Eltern. Die männliche Form ist Bruder, die weibliche Schwester. Geschwister sind Verwandte zweiten Grades, aber Blutsverwandte ersten Grades.
Geschwister ist ca. in dem Plural gebräuchlich.
Zu Milchgeschwister siehe unter Amme.
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Als Onkel (männlich) beziehungsweise Tanten (weiblich) bezeichnet man
- die Geschwister eines Elternteils. Diese sind Verwandte dritten und Blutsverwande zweiten Grades. Die Blutsverwandtschaft besteht über die Großeltern.
- die Ehepartner der Geschwister der Eltern. Diese sind Verwandte dritten Grades und keine Blutsverwandten.
Eine veraltete Nennung ist Oheim oder Ohm. Während aber Onkel sowohl den Bruder des Vaters als auch den der Mutter genannt, meint Oheim ursprünglich ca. den Bruder der Mutter. Dem Oheim entsprach früher die Muhme für Tante. Bevor Onkel und Tante aus dem französischen in den deutschen Sprachgebrauch kamen, wurden für Bruder und Schwester des Vaters die Nennungen Vetter und Base benutzt, welche seltsamerweise später für deren Kinder benutzt wurden.
Kinder wurden bisweilen dazu angeleitet, auch nicht verwandte Personen wie z.B. Freunde der Eltern oder Erzieherinnen Onkel beziehungsweise Tante zu bezeichnen.
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Als Neffen (männlich) bzw. Nichten (weiblich) bezeichnet man die Kinder von Geschwistern. Diese sind Verwandte dritten Grades und Blutsverwandte zweiten Grades.
Buch-Tipp: Russische Verwandte. gelungene Detektivgeschichte Reggie Nadelson erzählt eine runde und durchaus gelungen Geschichte. Polizist Artie hat mit seiner recht quaotischen Art immer einen guten "Riecher" und klärt - obwohl persönlich betroffen - den Fall sehr souverän.
Leider ist der Hintergrund und die Auflösung der Geschichte recht bedrückend und nicht für schwache... |
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Ein Cousin (männlich) oder eine Cousine (weiblich) genannt ein Kind eines Onkels oder einer Tante. Cousin und Cousine sind Verwandte vierten oder fünften Grades, je nach Verwandtschaftsgrad des Onkels beziehungsweise der Tante. Mit Cousins und Cousinen des vierten Verwandschaftsgrads besteht eine Blutsverwandschaft dritten Grades, mit solchen des fünften Grades besteht keine Blutsverwandschaft.
Die deutschen Nennungen für Cousin und Cousine sind Vetter und Base.
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Als Schwager oder Schwägerin bezeichnet man
- den Eheparter eines Bruders oder einer Schwester.
- die Geschwister eines Ehepartners.
Schwager und Schwägerinnen sind Verwandte dritten Grades und keine Blutsverwandten.
Genaueres findet sich in den Beschreibungen Schwager und Schwägerschaft.
Buch-Tipp: Verwandte Stimmen Für sensible und musikliebende Seelen Eine bewegende und ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen einem Geiger und einer Pianistin, einfühlsam erzählt. Vor allem aber ist dieses Buch eine Liebeserklärung an die klassische Musik in dem Allgemeinen und die Gattung Streichquartett in dem Besonderen. Es ist völlig erstaunlich, wie sich der indische Autor,... |
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Bei Verwendung der Vorsilbe Groß- wird die Verwandtschaftsbeziehung von den Eltern ausgehend genannt. Mit väterlicherseits oder mütterlicherseits kann das entsprechende Elternteil gekennzeichnet werden.
Gebräuchliche Verwendungen sind:
- Großeltern = Die Eltern der Eltern.
- Großmutter = Die Mutter eines Elternteils, umgangssprachlich auch Oma oder Omi, Omama (Süddeutschland), Ahnl (Alpen), Gromu.
- Großvater = Der Vater eines Elternteils, umgangssprachlich auch Opa oder Opi, Opapa (Süddeutschland), Ähnl (Alpen).
- Großonkel = Ein Onkel eines Elternteils.
- Großtante = Eine Tante des Elternteils.
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Bei Verwendung der Vorsilbe Enkel- wird die Verwandtschaftsbeziehung von den Kindern ausgehend genannt.
Die einzigen gebräuchlichen Verwendungen und gleichzeitig die einzigen Verwendungen, für die es keinen geeigneteren Ersatz gibt, sind:
- Enkelkinder = Die Kinder der Kinder, häufig auch einfach Enkel genannt, in der Schweiz auch Grosskind.
- Enkelsohn = Der Sohn eines Kindes.
- Enkeltochter = Die Tochter eines Kindes.
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Bei Verwendung der Vorsilbe Schwieger- wird die Verwandtschaftsbeziehung von dem Ehepartner ausgehend genannt.
Näheres steht in den Beschreibungen Schwägerschaft und Schwiegermutter.
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Die Vorsilbe Ur- wird ca. vor Groß- oder Enkel- benutzt, kann aber mehrfach vorgesetzt werden. Jedes Ur- verschiebt den Ausgangspunkt der Verwandtschaftsangabe um einen Schritt in die entsprechende Richtung.
Beispiele:
- Urgroßmutter = Die Mutter der Großmutter.
- Ururgroßmutter = Die Großmutter der Großmutter.
- Urenkel = Das Kind eines Enkelkindes. Urenkel genannt häufig auch beliebige Nachfahren der Enkel.
- Ururenkelsohn = Der Enkelsohn eines Enkelkindes.
Als Urahn bezeichnet man einen beliebigen Vorfahren der Großeltern.
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Die Vorsilbe Halb- genannt, dass eine Verwandtschaftsbeziehung ca. über einen Vorfahren der ältesten enthaltenen Generation läuft anstatt über beide. Gebräuchlich ist diese Vorsilbe allerdings ca. bei direkten Geschwistern und wird dann gebraucht, wenn diese Besonderheit der Beziehung hervorgehoben werden soll.
Ein Halbbruder ist damit ein Bruder, mit dem die betrachtete Person lediglich einen Elternteil gemein hat. Entsprechendes gilt für eine Halbschwester.
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Die Vorsilben Stief- und Adoptiv- nennen eine nicht blutsverwandte Person, die die Position einer blutsverwandten einnimmt. Bestünde diese Blutsverwandtschaft über die Eltern, wird die Vorsilbe Stief- benutzt, bestünde sie über ein Kind wird die Vorsilbe Adoptiv- benutzt.
Diese Vorsilben werden ca. benutzt, wenn dieser Aspekt der Beziehung hervorgehoben werden soll, und haben meist einen negativen Beiklang. Eine ältere Nennung für Adoptiv- ist Zieh-.
Eine Stiefmutter zu bekommen bedeutet zu dem Beispiel, dass die leibliche Mutter verstirbt und der Vater erneut heiratet.
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Eine Angabe eines Grades ist sehr selten. Jeder Grad über eins hinaus erhöht dabei die älteste in der Verwandtschaftsbeziehung enthaltende Generation um eins, ohne die Generationen der verglichenen Personen zu ändern.
Beispiele:
- Eine Schwester zweiten Grades ist eine Cousine. (Daher ist dieser Ausdruck natürlich ungebräuchlich)
- Ein Onkel zweiten Grades ist ein Großcousin.
- Eine Nichte zweiten Grades ist die Tochter eines Cousins oder einer Cousine.
- Ein Cousin dritten Grades ist ein Enkelsohn eines Cousins/Cousine eines Großelternteils.
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Der Verwandtschaftsgrad definiert die Nähe der Verwandtschaft einer Person zu einer anderen. Die Grade der Verwandtschaft spielen z.B. in der Medizin sowie in dem Erbrecht eine Rolle. Eine exakte Nomenklatur für Verwandtschaftsbeziehungen in der Medizin ist die Verwandtschaftsformel.
Im Deutschen Recht bestimmt sich der Grad der Verwandtschaft nach der Zahl der sie vermittelnden Geburten, was der medizinischen Verwandtschaftsformel sehr nahe kommt. Das ist in § 1589 (http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bgb/__1589.html) BGB definiert. Eltern und Kinder sind Verwandte ersten Grades (eine vermittelnde Geburt); Geschwister, Großeltern, Enkelkinder sind in dem zweiten Grad verwandt (zwei vermittelnde Geburten) etc.
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Allgemeine Verwandtschaftstafel |
Urahnen
↑ ↑ ↑ ↑
Großvater ♂ Großmutter ♀ Großvater ♂ Großmutter ♀
väterlicherseits väterlicherseits mütterlicherseits mütterlicherseits
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Onkel ♂ Tante ♀ Vater ♂ Mutter ♀ Onkel ♂ Tante ♀
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Cousin ♂ Cousine ♀ Bruder ♂ Person ∞ Ehepartner Schwester ♀
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Neffen/Nichten 2. Grades Neffe ♂ Nichte ♀ Sohn ♂ Tochter ♀ Neffe ♂ Nichte ♀
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Enkelsohn ♂ Enkeltochter ♀ Enkelsohn ♂ Enkeltochter ♀
↓ ↓ ↓ ↓
Urenkel
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